Wenn es um Muskelaufbau geht, ist Kreatin die wohl bekannteste und beliebteste Nahrungsergänzung bei Sportlern. Aber wie genau funktioniert Kreatin?
Um zu funktionieren benötigt der Muskel Energie. Diese gewinnt er aus der körpereigenen Substanz ATP (Adenosin Tri Phosphate). Dabei wird ein Phosphat Molekül abgespalten und es entsteht Adenosine Di Phosphate.
Das frei gewordene Phosphat Molekül verbindet sich dann mit dem Kreatin und das Kreatin verbindet sich dann mit dem ADP und wird wieder zu ATP welches dem Muskel dann erneut als Energie zur Verfügung steht.
Dieser Kreislauf funkioniert natürlich nur, solange im Muskel genügend Kreatin zur Verfügung steht. Wenn nicht genügend ATP zur Verfügung steht, hat der Muskel keine Energie mehr und kann damit auch nicht mehr belastet werden.
Studien haben gezeigt, daß der Körper etwa 2-4 Gramm Kreatin am Tag verbraucht. Zur Erhaltung des Kreatinpools im Körper wird eine Ergänzung der Nahrung mit 2-3 Gramm Kreatin täglich empfohlen.
In den ersten 5 Tagen empfiehlt sich zusätzlich, die Menge zu verdoppeln, um die Kreatinspeicher aufzufüllen. Eventuell zuviel eingenommenes Kreatin wird einfach über die Nieren wieder ausgeschieden, ohne die Kreatinspeicher zusätzlich aufzufüllen.
In der Praxis hat sich die kurmäßige Anwendung von Kreatin über einen Zeitraum von 4-6 Wochen in den Hauptbelastungszeiten des Jahres bewährt. Danach sollte eine Pause von mindestens vier Wochen eingelegt werden.